Madame – das ist Caroline, die Grossmutter von Stéphane Riethauser. Eine alte Dame, die ab den ersten Aufnahmen ahnen lässt, dass sich hinter ihrer koketten Frisur und den bourgeoisen Manieren eine seltene Charakterstärke verbirgt. Im Mittelpunkt des Films steht ihre Beziehung: Ein doppeltes Selbstporträt, in dem die Matriarchin und ihr Filme machender, schwuler Enkel sich einander anvertrauen. Das üppige Familienarchiv stellt nicht nur das Material einer (faszinierenden) Familiensaga, sondern bildet vor allem das Mittel für eine neue Form des Dialogs zwischen dem Filmemacher und sich selbst, mit seiner Grossmutter und mit der bürgerlichen Gesellschaft, in der er aufgewachsen ist. Aus diesen Bildern und Konfrontationen schöpft der Film seine subversive Kraft, indem er die Geschlechterklischees, die jeden in einer Rolle gefangen halten, mit einer notwendigen Aufrichtigkeit dekonstruiert. Angefangen bei den von Stéphane als Kind gedrehten Super-8-Kurzfilmen, deren zentrales Thema die Huldigung des Männlichkeitswahn war, bis hin zu diesem Film bietet er uns die Möglichkeit, den Werdegang eines Mannes zu verfolgen, der es wie einst auch seine Ahnin verstand, sich aus den Fesseln einer patriarchalischen Gesellschaft zu befreien. – Céline Guénot

Madame (Audiodeskription)
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Regie
Stéphane RiethauserProduktion
Stéphane RiethauserSteven Artels
Kamera
Stéphane RiethauserSchnitt
Natali BarreyDrehbuch
Stéphane RiethauserTongestaltung
Martin StrickerMusik
David Perrenoud2019
1h34min
Schweiz
Themen
SelbstentwicklungLGBTQIA+ Rechte
Fachbereiche
FranzösischPolitische Bildung
Rechte
Geschichte
Philosophie
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Sprache
FranzösischUntertitel
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